Computer

PCs, Festplatten und andere Hardwarekomponenten sind in vielen Haushalten im Dauerbetrieb. Hier erhalten Sie Tipps, wie Sie mit einfachen Mitteln den Stromverbrauch senken können.

Computer und andere Endgeräte energieeffizient nutzen

Sparen Sie über 80% der Stromkosten: Je nach Geräteart, Ausstattung und Verwendung von PCs, Festplatten, Scannern und Druckern finden sich oft unerkannte Einsparpotenziale.

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Strom sparen – praktische Tipps

 

Bei Computern gilt: Es muss nicht immer das leistungsstärkste Gerät sein – für jede Nutzung gibt es das ideale Endgerät. Hier erhalten Sie Ratschläge und Hinweise, wie Sie mit Ihrem PC und anderen IT-Geräten Strom und bares Geld sparen können.

Energieeffizienz beginnt schon bei der Anschaffung eines Computers oder Druckers: Je höher die Leistung der Hardware-Komponenten, desto höher ist der Stromverbrauch. Es lohnt sich vorab zu überlegen, welche technische Ausstattung Sie tatsächlich benötigen. Je nach Geräteart und Gerätetyp lassen sich durch den Kauf energieeffizienter Produkte über 80% der Stromkosten sparen.

Hilfreich sind bei der Auswahl des Endgeräts auch die Kennzeichnungen „Blauer Engel“, „EU-ENERGY-STAR“ sowie das TCO- und das EU-Ecolabel. Diese Label werden für Produkte vergeben, die in Bezug auf Energieeffizienz oder Umweltverträglichkeit besondere Kriterien erfüllen.

In vielen Haushalten hat es sich eingebürgert, dass der PC und andere Netzwerkgeräte ständig eingeschaltet sind. Auf diese Veränderung im Nutzerverhalten haben mittlerweile die meisten Hersteller reagiert. Es gibt verschiedene technische Möglichkeiten, um Strom zu spar

  • Computer verfügen über eine Energiesparfunktion, auch Power-Management, Energieverwaltung oder Energieoptionen genannt. Mit ihr lassen sich gerade nicht benötigte Bauteile nach einer festgelegten Zeit abschalten. Oder sie werden in einen Betriebsmodus mit verringertem Energieverbrauch versetzt.
  • Es empfiehlt sich, den Ruhezustand zu aktivieren, wenn ein Computer für längere Zeit nicht genutzt wird. Im Gegensatz zum Stand-by-Modus  – der nur Teile des Systems abschaltet – ist der PC im Ruhezustand komplett ausgeschaltet. Der Ruhezustand bietet sich außerdem an, wenn der Rechner schneller wieder einsatzfähig sein soll.
  • Der Sleep-Modus ist die energieeffizienteste Möglichkeit, um kurze Arbeitspausen zu überbrücken. Einzelne Systemkomponenten schalten sich ab, wenn sie nicht benötigt werden – z.B. Bildschirm oder Festplatte. Der Sleep-Modus kann automatisch (über die Energiesparfunktion) oder manuell eingestellt werden.

Die Verwendung eines Bildschirmschoners erhöht den Stromverbrauch. Anstelle des Bildschirmschoners bietet sich die energiesparende Funktion „Monitor ausschalten“ an.

Auch Kleingeräte wie Router, Modems oder externe Festplatten verbrauchen Strom. Es spart Energie, den Router auszuschalten, wenn er nicht benötigt wird – zum Beispiel nachts. So können Sie im Jahr etwa 5 Euro Stromkosten sparen.

Ein Computer ist in vielen Haushalten mehr als nur ein Arbeitsgerät: Häufig werden darüber Filme, Fotos oder Musikdateien abgerufen. Bei ständigem Betrieb können durch die intensive Nutzung Stromkosten von ca. 150 Euro im Jahr entstehen.

Eine energieeffiziente Alternative für Ihre Medienwiedergabe ist ein sogenannter Netzwerk-Mediaplayer in Verbindung mit einer Netzwerkfestplatte. Über diese Soft- und Hardwarekombination können Sie zum Beispiel digital abgespeicherte Filme auf dem Fernseher und auf anderen Endgeräten abspielen. Hierbei kommen die Geräte mit deutlich weniger Strom aus als ein Standard- oder Hochleistungs-PC, der als Server genutzt wird.

Die Ausstattung eines PCs kann sich erheblich auf den Stromverbrauch auswirken. Es ist daher ratsam, vor dem Kauf zu bedenken, wie leistungsfähig die einzelnen Komponenten sein müssen. Denn leistungsstarke Grafikkarten und Prozessoren treiben nicht nur den Ladenpreis des Rechners nach oben, sondern auch Ihre Stromrechnung.

Zum Beispiel verbraucht ein 75-Watt-High-End-PC mit sehr leistungsfähigen Komponenten etwa doppelt soviel Strom, wie ein 40-Watt-PC mit durchschnittlicher Ausstattung. Durch die Wahl eines energieeffizienten Computers können Sie etwa 43 Euro Stromkosten pro Jahr sparen.

Mit energieeffizienten PCs sparen Sie etwa ein Drittel der Stromkosten im Vergleich zu weniger effizienten Rechnern. Notebooks sind besonders sparsam.

Bei Endgeräten gilt fast immer: Je kleiner das Gerät, desto höher ist die Energieeffizienz. Wenn Ihnen einfache Anwendungen und Standardkomponenten genügen, sind Sie mit einem tragbaren Laptop oder einem Tablet oft besser bedient, als mit einem Office-PC.

  • Laptops bzw. Notebooks sind im Hinblick auf Energieeffizienz optimiert, um lange ohne Stromversorgung auszukommen.
  • Mobile Tablets und Netbooks sind noch energieeffizienter konstruiert als Laptops – allerdings eignen sie sich hauptsächlich für einfache Anwendungen.

Ein Drucker, ein Faxgerät und ein Scanner mit jeweils eigenem Stromanschluss verbrauchen zusammen mehr Strom als ein Multifunktionsgerät. Ein solches Gerät, das alle Funktionen vereinigt, ist nicht nur energieeffizienter, sondern spart auch Platz.

Bei Geräten, die vor 2010 gekauft wurden, ist es ratsam, auf den versteckten Stromverbrauch im „ausgeschalteten“ Zustand zu achten. Das eingebaute Netzteil zieht weiterhin Strom, solange der PC am Stromnetz hängt – auch, wenn er vollständig heruntergefahren wurde. Dieser Verbrauch lässt sich nur durch das Ziehen des Steckers oder das Abschalten mit einer schaltbaren Steckdosenleiste vermeiden.

Downloads

Broschüre: Energiespartipps für TV, PC & Co.

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Broschüre: Das EU-Energielabel – Entscheidungshilfe für Verbraucher

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Broschüre: Strom sparen im Haushalt

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Stromsparthemen