dena-Praxistest "Verbraucher messen nach!"

Je nach Nutzungsart und -häufigkeit haben Verbraucher einen wesentlichen Einfluss auf den Energieverbrauch ihrer Haushaltsgeräte. Wie sich dieser gestaltet, untersuchte die dena in einem dreimonatigen Praxistest direkt vor Ort - bei den Verbrauchern.

Digitale Stromzähler messen den realen Strombedarf

Welches Haushaltsgerät treibt meine Stromrechnung in die Höhe? Wo lohnt sich der Tausch älterer Geräte? Und wie viel Strom kann ich durch eine Verhaltensänderung einsparen? Die Deutsche Energie-Agentur (dena) wollte es genau wissen und untersuchte in einem Praxistest, wie sich der reale Stromverbrauch von Haushaltsgroßgeräten wie Kühlschrank, Waschmaschine, Geschirrspüler sowie Fernsehgeräten im Alltag gestaltet und wie groß der Einfluss des Nutzerverhaltens auf den Energieverbrauch dieser Geräte tatsächlich ist.

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Die 40 Millionen Privathaushalte in Deutschland sind wichtige Akteure der Energiewende. Damit ihre Energieeffizienzmaßnahmen einen Beitrag zur Energiewende in Deutschland leisten können, sind validierte anwendungsspezifische Stromverbrauchsdaten notwendig. Der dena-Praxistest ermittelte 2015 ca. 25 Millionen Daten und konnte so erste, bislang vorhandene Informationslücken schließen. Dazu hatte die Initiative EnergieEffizienz der dena 50 Berliner Haushalte mit bis zu sechs digitalen Strommessgeräten ausgestattet. Nach drei Monaten wurden die Stromverbrauchsdaten für die einzelnen Haushaltsgeräte vor Ort ausgelesen und im Rahmen einer Verbrauchsanalyse ausgewertet.

Ergebnisse des dena-Praxistest "Verbraucher messen nach" (PDF/1.400KB)

Der Praxistest erfolgte im Rahmen der Initiative EnergieEffizienz der dena und wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Unterstützt wurde der Praxistest durch die Projektpartner Miele & Cie. KG, Liebherr-Hausgeräte Ochsenhausen GmbH sowie Stromnetz Berlin GmbH.

50 Berliner Haushalte mit digitalen Strommessgeräten ausgestattet

345 private Haushalte folgten im Juli 2015 dem Aufruf der Initiative EnergieEffizienz und bewarben sich für den Praxistest „Verbraucher messen nach!“. Sie übermittelten umfangreiche Angaben zur Geräteausstattung ihres Haushaltes sowie zur Haushaltsstruktur. Die Auswahl der 50 Testhaushalte erfolgte auf der Basis der übermittelten Daten zur Haushaltsgröße, Wohnsituation sowie Geräteausstattung. Dabei achtete die dena auf eine weitgehend bevölkerungsrepräsentative Verteilung.

Im August 2015 erhielten alle teilnehmenden Haushalte ihr persönliches Praxistest-Paket. Es beinhaltete die notwendigen Strommessgeräte, ein Nutzungstagebuch für Haushaltsgeräte und die Unterlagen zum Praxistest. Bei den Strommessgeräten handelte es sich um so genannte Zwischenstecker: sie wurden zwischen Steckdose und Gerät installiert. Anschließend ermittelten sie die Stromverbrauchswerte im Minutentakt und speichert diese digital. Über drei Monate hinweg führten die Haushalte ihr Nutzungstagebuch, wärend die digitalen Messgeräte die Verbrauchsdaten aufzeichneten.

Im November 2015 las die dena die Daten in den Haushalten aus und erstellte eine detaillierte Analyse zum realen Stromverbrauch der im Haushalt erfassten Geräte. Als Dankeschön erhielten die teilnehmenden Haushalte am Ende des Projektes eine detaillierte Auswertung ihres Stromverbrauches. Diese bildete die im Praxistest erfassten Geräte ab, zeigte wirtschaftliche Energieeinsparpotenziale auf und gab Handlungsempfehlungen für ein energieeffizientes Nutzerverhalten. Die Strommessgeräte durften die Haushalte für den weiteren Eigengebrauch behalten.

Das Projekt ist seit Dezember 2015 abgeschlossen.

Stromsparthemen

Downloads

Broschüre: Energiespartipps für TV, PC & Co.

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Broschüre: Das EU-Energielabel – Entscheidungshilfe für Verbraucher

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Broschüre: Strom sparen im Haushalt

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