Set-Top-Boxen

Digital-Receiver, Festplattenrecorder oder Streamingangebote – in vielen Haushalten erweitern Set-Top-Boxen die technischen Möglichkeiten von TV-Geräten. Über den notwendigen Stromverbrauch entscheidet oft das Alter der Geräte.

Strom sparende Set-Top-Boxen

Moderne Produkte verbrauchen bis zu 90% weniger Strom als Bestandsgeräte, die bis 2010 im Handel erhältlich waren. Denn seit 2010 begrenzt die Ökodesign-Richtlinie den Stromverbrauch von Set-Top-Boxen im Betrieb und im Stand-by-Modus.

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Moderne, energieeffiziente Set-Top-Boxen sparen Strom und Geld.

Ökodesign regelt energieeffiziente Bauweise

Set-Top-Boxen (STBs) sind in den EU-Mitgliedstaaten weit verbreitet: Laut der Vorstudie zu dieser Produktgruppe nutzten die Europäer im Jahr 2014 rund 28 Millionen dieser Geräte. Der den STBs zuzuordnende Stromverbrauch betrug im selben Zeitraum etwa 14 TWh. Die Europäische Kommission erwartet, dass der Energieverbrauch in dieser Produktgruppe durch die EU-Ökodesign-Anforderungen 2014 um rund 9 TWh gesenkt werden kann.

Anforderungen an den Stand-by-Betrieb

Ein großer Teil des Energieverbrauchs in dieser Produktgruppe entsteht durch lange Nutzungszeiten und durch häufigen Stand-by-Betrieb. Der Verbrauch im Bereitschaftszustand ist für die meisten Produktgruppen in der horizontalen Verordnung (EU) 1275/2008 zur „Festlegung von Ökodesign-Anforderungen an den Stromverbrauch elektrischer und elektronischer Haushalts- und Bürogeräte im Bereitschafts- und im Aus-Zustand“ geregelt. Die Anforderungen an den Stand-by-Betrieb von Set-Top-Boxen werden jedoch seit 26. Februar 2009 in der EU-Ökodesign-Verordnung (EG) 107/2009 zur „Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Set-Top-Boxen“ beschrieben. Diese definiert außer Verbrauchsgrenzwerten für den Bereitschaftszustand auch Energieeffizienzvorgaben, die die Geräte beim Verarbeiten hochauflösender Signale einhalten müssen.

Seit 26. Februar 2012 gilt die zweite Stufe der Verordnung: Hinzugekommen sind hier Vorgaben für den Verbrauch von zweiten Empfängern und  integrierten Festplatten.

Zunehmend werden Set-Top-Boxen durch Empfangsgeräte ersetzt, die direkt in den Fernsehgeräten eingebaut sind. Für Anwendungen, die mit weitergehenden Funktionen wie etwa der  Nutzung von internetbasierten Videotheken verbunden sind, kommen auch komplexe Set-Top-Boxen zum Einsatz. Diese Produktgruppe ist in Form einer freiwilligen Vereinbarung der Industrie geregelt (Vgl. Produktgruppe ENER 18).

Bislang gibt es für Set-Top-Boxen kein EU-Energielabel zur Kennzeichnung des Stromverbrauchs.

Downloads

Broschüre: Strom sparen im Haushalt

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Broschüre: Energiespartipps für TV, PC & Co.

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Broschüre: Das EU-Energielabel – Entscheidungshilfe für Verbraucher

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Stromsparthemen