Energieverbrauchskennzeichnung Neue EU-Energielabel ab 2017

Datum: 17.07.2015

Die EU regelt die europäische Energieverbrauchskennzeichnung neu. Im Mittelpunkt stehen dabei die Vereinheitlichung der Energieeffizienzklassen, zusätzliche Verbraucherinformationen und eine zentrale Datenbank für gelabelte Produkte. 

Die Europäische Union überarbeitet die europaweit einheitliche Energieverbrauchskennzeichnung. Ein entsprechender Vorschlag der Europäischen Kommission wurde in Form einer EU-Verordnung am 15. Juli 2015 vorgestellt. Stimmt das Europaparlament zu, könnten in den Mitgliedsstaaten ab 2017 neue EU-Energielabel gelten. Im Mittelpunkt der Neufassung stehen dabei:

  • Die Rückkehr der  A- bis G-Skala für die Darstellung der Energieeffizienzklassen. Derzeit bildet sich die beste Energieeffizienzklasse je nach Produktgruppe in den Formen A, A+, A++, und A+++ ab. Zukünftig wird jedoch auf die „Plus“-Klassen verzichtet.
  • Über integrierte QR-Codes und Links sollen Verbrauchern zukünftig zusätzliche und bedarfsgerechte Informationen bereitgestellt werden.
  • Eine zentrale, europäische Datenbank soll zukünftig alle kennzeichnungspflichtigen Produkte erfassen. Für Hersteller soll eine Registrierungspflicht ihrer Produkte eingeführt werden.

Hintergrund für diesen Prozess auf europäischer Ebene ist eine turnusmäßige Revision der Energieverbrauchskennzeichnung. In ihr werden die Wirkung und Akzeptanz der EU-Energielabel überprüft. 

Revision auf der Basis nationaler und europäischer Diskussion

Als Grundlage für eine breite Diskussion, hatte die EU-Kommission im April 2013 eine Studie zur Evaluation der Energieverbrauchskennzeichnungs-Richtlinie 2010/30/EU beauftragt. 2014 erfolgte dann die Bewertung und Diskussion von Verbesserungsvorschlägen auf nationaler und europäischer Ebene. 

Die Bundesrepublik hat ihre Bewertung unter der Federführung des zuständigen Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), in Form von nationalen Stellungnahmen einfließen lassen. 

Deutliche Steigerung der Energieeffizienz durch EU-Energielabel

Das EU-Energielabel zur Energieverbrauchskennzeichnung hat seit seiner Einführung wesentlich zur Steigerung der Energieeffizienz von Haushaltsgeräten beigetragen. In Deutschland wird die Anwendung des EU-Energielabels durch das Energieverbrauchskennzeichnungsgesetz (EnVKG) und die Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (EnVKV) vom 10. Mai 2012 geregelt. Auch aufgrund der Energieverbrauchskennzeichnung ist der Marktanteil energieeffizienter Geräte in Deutschland stetig gestiegen. Die Energieeffizienz der energetisch besten in Deutschland verkauften Haushaltskühl- und Gefriergeräte hat sich von 1995 bis 2011 um ca. 73 Prozent verbessert, die der Geschirrspül- und Waschmaschinen um ca. 50 Prozent. 

Haushalte können über die Lebensdauer der energieeffizienten Geräte viel Energie und Geld sparen. Bei der Analyse der Verkaufszahlen von Haushaltsgroßgeräten nach Energieeffizienzklassen wird deutlich, dass sich nach der Einführung einer neuen „effizientesten Klasse“ von Jahr zu Jahr die jeweils effizientesten Geräte in Deutschland immer stärker durchsetzen.

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